Kleines Update zur Ernährungsumstellung + Rezept

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Erstmal vorweg: ich fühle mich besser. Auch wenn es sehr viel Disziplin erfordert komplett auf Zucker zu verzichten. Aber es wirkt. Ich ernähre mich hauptsächlich von Gemüse (außer Tomaten, Auberginen & Kartoffeln), fettarmem Fleisch und Fisch (höchstens 200 g pro Tag), Konjak-Produkten und viel Wasser (mindestens 3 Liter pro Tag).
Das positivste Ergebnis ist, dass ich weniger Müdigkeit und  Gelenkschmerzen verspüre. Ich kann sogar um 7 Uhr ohne Probleme aufstehen. Außerdem ist der Haarausfall besser geworden und die Krampfadern an den Beinen stark zurückgegangen.
Nach ca. 2 Wochen Ernährung ohne jeglichen Zucker habe ich fast 6 kg verloren. Zugegeben, ab und zu fühle ich mich ziemlich schlapp und habe Kopfschmerzen -  das sind aber Entzugserscheinungen d.h. diese Symptome legen sich nach spätestens 4 Wochen.
Am meisten bin ich auf die Veränderung meiner Blutwerte gespannt. Update dazu folgt.


Rezept: Konjak-Nudeln mit Zucchini-Knoblauch-Pesto und Rinderfiletstücken

Zutaten (1 Portion):
- 250 g Konjak-Nudeln
- 1 Zucchini
- 1 Knoblauchzehe
- frische Petersilie
- getrockneten Schnittlauch
- 150 g Rinderfilet
- Kokosöl zum Braten (ca. 1/5 TL)
- Meersalz zum Würzen

Zubereitung:
Zuerst die Nudeln in einem Sieb gründlich abwaschen und gut abtropfen lassen. Das Kokosöl in eine Pfanne geben. Die Knoblauchzehe in die Pfanne ausdrücken. Die Fleischfilet in mundgerechte Stücke schneiden und mit dem Knoblauch scharf anbraten, dabei mit dem Meersalz abschmecken. Die Zucchini, zusammen mit der Petersilie und dem Schnittlauch in einem Mixer oder Blender klein hacken und ebenfalls mit Salz abschmecken. Nun die Nudeln in die Pfanne geben und ca. 5 Minuten mit braten. Zuletzt noch die Zucchini-Knoblauch-Paste in die Pfanne geben und 10 Minuten köcheln lassen. Bei Bedarf noch mit naturscharfem Meerrettich abschmecken. Fertig.

Ich wünsche guten Appetit!

Wie es weitergeht...?

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Ich muss zugeben, in letzter Zeit bin ich von meiner strikten Palio-Ernährung zunehmend abgewichen. Das Ausmaß war dabei unterschiedlich, aber es summiert sich ja bekanntlich: hier ein Stückchen Käse, dort mal Nüsse, ein Stückchen Rohschokolade. Und da stehe ich nun, wieder mit fast 10 kg mehr auf den Rippen. Mein Gewicht schwankte in den letzten 3 Monaten zwischen 53 und 69 kg. 
Aber alles der Reihe nach. Nachdem ich vor ca. einem Jahr mit Paleo begonnen habe, habe ich mich seit langem wieder besser mit meiner Krankheit gefühlt. Die Symptome verschwanden. Ich war wieder fast wie früher. Mit jedem Tag der Eliminierung wurde mein Körper gesünder. 
Und dabei mir ging es so gut, dass ich beschloss noch einen Schritt weiter zu gehen. Ich begann meine Ernährung noch weiter einzuschränken & probierte das Autoimmun-Protokoll aus. Diese Umstellung machte mich allerdings müde und gereizt, da ich so auf viele weitere Lebensmittel verzichten musste. Doch dieser Effekt legte sich dann nach 4 Wochen und ich fühlte mich wieder richtig gesund. Meine Schilddrüsenwerte normalisierten sich. Es war ein tolles Gefühl & der harte Weg hatte sich gelohnt.
Dann kam im April 2015 ein Familienfest und es gab Lasagne. Ich habe zum ersten Mal eine Mahlzeit ausgelassen und habe bewusst von meiner strikten Ernährung abgewichen. Zum Dessert gab es dann noch ein Eis. Ich war so glücklich - Käse, Eis, Nudeln. Nach fast einem ganzen Jahr Verzicht habe ich richtig zugelangt. Ein Mal ist kein Mal. Who cares?!
Doch von da an ging es bergab! Immer mehr kleine Ausnahmen folgten bis hin zu großen Cheat-Meals. Ich hatte die Kontrolle "verloren". Die Konsequenzen waren erschreckend: meine Blutwerte verschlechterten sich dramatisch und alle Symptome waren wieder da. Noch stärker. Noch schlimmer. Lange habe ich die Situation hingenommen & resigniert. Alles halb so schlimm. Ich beginne wieder, wenn ich will. Doch falsch gedacht!
Genau hier bin ich heute, in diesem Moment. Verzweifelt habe ich, während der Prüfungszeit, gegoogelt. Alternativen gesucht. Wie soll das nur enden? 
Ich habe Hoffnung. Ich werde AIP Paleo modifizieren. Ein PDF fiel mir in die Arme: "LOW FODMAP AIP". Ich werde alle Zuckersorten eliminieren! ALLE! Auch kein Fruchtzucker mehr. Für die nächsten 4 Wochen folge ich einem Guide von Christina Feinden (www.acleanplate.com). 

Ich werde berichten :-)

Nudeln mit Avocado-Pesto

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Zutaten;
- Shirataki-Nudeln nach Wahl (250 g)
- 1 halbe Avocado
- Rinderfilet (150 g)
- Zitronensaft
- Himalaya-Seitensalz
- Basilikum
- Petersilie
- Koksöl zum Braten


Zubereitung:
Die Nudeln in einem Sieb abwaschen und bei Bedarf mit einer Küchenschere in kleinere Portionen schneiden. Das Rinderfilet abklopfen, mit Salz würzen und ebenfalls klein schneiden. Anschiessend, das Fleisch kurz auf Koksöl anbraten. Währenddessen, die Avocado aushöhlen und zermatschen. Zitronensaft und Salz hinzufügen und alles vermischen. Nun, das Pesto und das Fleisch zu den Nudeln geben und eventuell mit ein paar Blättern Basilikum oder Petersilie garnieren.

Guten Appetit!

Frühstücks-Salat mit Lachs

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Zutaten:
- Romana Salatherzen (1 Stück)
- Geräuchertes Lachsfilet
- Himalaya Steinsalz
- Zitronensaft

Zubereitung:
Den Salat in kleine Stücke schneiden und mit lauwarmem Wasser spülen. Den Lachs ebenfalls in mundgerechte Stücke zerkleinern und mit dem Salat vermischen. Zum Schluss mit dem Steinsalz und dem Zitronensaft abschmecken.

Guten Appetit!

Zucchini-Lauch-Suppe

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Zutaten:
- 1 Stange Lauch
- 1 Zucchini
- 30 g Basilikum
- 1 -2 Knoblauchzehen
- 1 TL Kokosöl (zum Braten)
- Currypulver
- Himalaya-Salz zum würzen

Zubereitung:
Knoblauch schälen und in kleine Würfel hacken. Kokosöl in eine Pfanne geben und zerkleinerten Knoblauch hinzufügen. Alles schön anbraten. Währenddessen Lauch in Ringe schneiden un in die Pfanne geben. Zucchini schneiden und hinzugeben. Mit Curry, Salz und gehackten Basilikum-Blättern abschmecken. Das Gemüse kurz scharf anbraten und anschließend mit Wasser ablöschen. Nun ca. 5 min köcheln lassen. Die Masse in einen Standmixer geben und pürieren. Wiederum mit Salz abschmecken. Mit ein paar Basilikum-Blättern servieren.

Guten Appetit!


Frischer Mittag-Salat

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Zutaten:
- 100 g Eisbergsalat
- 100 g Putenbrust (von Rügenwalder, ohne Jodsalz)
- 40 g   Frühlingszwiebeln
- 150 g Schlangengurke
- Himalaya-Salz zum würzen

Zubereitung:
Alle Zutaten in mundgerechte Stücke schneiden und vermischen. Mit Salz würzen. Fertig! Dazu trinke ich gerne eine  schwarzen Tee oder auch Jasmin-Tee.



Zucker

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Zucker ist ein Energielieferant und lebensnotwendig für den Körper. Doch leider besitzt er auch einige eher unvorteilhafte Eigenschaften. Vor allem Personen mit Stoffwechselkrankheiten oder Autoimmunerkrankungen können die diversen Zuckermoleküle nicht richtig verarbeiten und umsetzen. Die Folgen sind oft Karies, Gewichtszunahme und auch Übelkeit.

Das Problem: viele Autoimmunerkrankte leiden auch unter dem sog. Leaky-Gut Syndrom. Der Darm ist "durchlässig" und die Moleküle und Nährstoffe, welche mit der Nahrung aufgenommen worden sind, gelangen in den Blutkreislauf auf eine unnatürliche Art und Weise - und lösen so Allergien und Unverträglichkeiten aus. Leider ist das oft bei Zuckermolekülen der Fall. Symptome für eine Zuckerunverträglichkeit sind: Kopfschmerzen, Übelkeit, Darmprobleme, Erbrechen, Schwindel, Ohnmacht, Ausschläge, Atemnot und Schlaflosigkeit.

Zucker begegnet uns auf viele Arten im Alltag. Es werden viele "Zuckermoleküle" unterschieden. Hier ein paar Beispiele:
- Glucose (Traubenzucker)
- Fructose (Fruchtzucker)
- Saccharose (Rohrzucker)
- Kohlenhydrate
Dies sind nur einige Zuckerarten, mit denen wir täglich in Kontakt stehen. 



Leichter Sommersalat

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Zutaten:
- Kalbsfleisch (Steak oder Filet, 250 g)
- Romana Salatherzen (1 Stück)
- 1 Karotte (mittelgroß)
- 2-3 Radieschen
- 1/3 Schlangengurke
- Himalaya-Salz, Knoblauch
- Frühlingszwiebeln (40 g)
- ein paar Blätter Basilikum
- 1 TL Kokosöl zum Braten

Zubereitung:
Das Kalbsfleisch leicht abwaschen und mit Küchenpapier trockentupfen. Anschließend abklopfen, in kleine Stücke schneiden und mit Salz würzen. Danach in einer Keramikpfanne auf Kokosöl braten, bis die Stücke goldbraun sind. 
Den Salat, Radieschen, Gurke und Karotte waschen und putzen bzw. schälen. Die Frühlingszwiebeln klein schneiden. Alles in kleine Stücke schneiden und in einer Rührschüssel zusammen verrühren. Das Fleisch hinzugeben und alles nochmals mit Salz und Basilikum abschmecken.

Guten Appetit!

Ideen für Saucen & Dips

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Vor allem in der Eliminationsphase ist es sehr schwierig, die richtigen Saucen zu finden. Bei so vielen "verbotenen" Lebensmitteln. Doch es gibt durchaus sehr leckerer Saucen und Dips, welche eine tolle Alternative zu den herkömmlichen Varianten darstellen. Im Folgenden habe ich meine Lieblingsrezepte zusammengetragen habe und möchte euch hier diese gerne vorstellen.

1. Klassische Guacamole

Zutaten:
- 1 Avocado
- 3 EL Olivenöl
- 3 EL Zitronensaft
- eine Prise Himalaya-Steinsalz (zum Abschmecken)
- frische Basilikumblätter (gehackt)

Zubereitung:
Die Avocado in zwei Hälften schneiden. Den Kern und die Schale entfernen. Anschließend die Avocado in kleine Stücke schneiden und mit einer Gabel oder mit einem Mörser zermatschen (gerne kann hierfür auch ein Mixer verwendet werden).
Olivenöl und Zitronensaft hinzufügen und alles vermischen.
Nun mit Basilikum und Salz abschmecken.
Fertig!  

2. AIP-Pesto

Zutaten:
- 1 Tasse frische Basilikumblätter
- 1 Tasse Petersilie (kraus und glatt)
- 1/2 Knoblauchknolle
- Zitronensaft (aus einer Zitrone)
- 3 EL Olivenöl
- eine Prise Himalaya-Steinsalz (zum Abschmecken)

Zubereitung:
Den Knoblauch schälen und kurz in den Backofen bei 190 ° C rösten. Nach ca. 10 min herausnehmen und abkühlen lassen. Eine Hälfte hacken, die andere Hälfte durchdrücken. 
Die Basilikumblätter und die Petersilie klein hacken zusammen mit dem gehackten Knoblauch, dem Zitronensaft und dem Olivenöl in einem Mixer pürrieren. 
Nun mit dem durchgedrückten Knoblauch und dem Steinsalz abschmecken. Alles schön verrrühren, damit eine glatte Masse entsteht.
Guten Appetit!

3. BBQ-Sauce

Zutaten:
- 2 EL Kokosöl/Kokosbutter
- 1 helle Zwiebel
- 6 Knoblauchzehen
- 3 Tassen Kirschen (halbiert und entkernt; hier gerne auch gefrorene nehmen)
- 2 EL Apfelessig
- 2 EL Ahorn-Sirup
- 1 TL Himalaya-Steinsalz

Zubereitung:
Die Kokosbutter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze zergehen lassen. Während dessen die Zwiebel in kleine Würfel schneiden. Die Zwiebel nun in der Pfanne rösten.
Die Knoblauchzehen schälen und in die Pfanne durchdrücken. Zusammen mit den Zwiebeln kurz weiter rösten.
Nun die Kirschen, den Ahorn-Sirup und den Essig hinzugeben. Alles zusammen bei mittlerer Hitze solange braten, bis eine feste Masse entsteht. Das dauert ca. eine Viertelstunde. 
Anschließend die Masse mit dem Salz abschmecken und in einem Mixer pürrieren.
Viel Spaß beim Grillen!


Ich hoffe meine Rezepte konnten euch eine Inspiration sein. Ich wünsche Guten Appetit!

Nadja

Kokos

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Kokos - ein feiner Geschmack, toller Duft und ein Hauch von Urlaubsfeeling. Das sind die Assoziationen der meisten Menschen, wenn sie an die braune, tropische Frucht denken. Doch die Kokosnuss kann noch viel mehr, vor allem, wenn es um eine gesunde und ausgewogene Ernährung geht. Nicht um sonst sind Kokos-Produkte gut in der Paleo-Ernährung vertreten: als Kokos-Öl, Kokos-Mehl oder Kokos-Chips. Doch was ist dran an diesem Trend? 

Kokos-Produkte besitzen viele Eigenschaften, welche gesundheitsfördernd sind und damit allen zu empfehlen, die die Paleo-Ernährungsumstellung aus gesundheitlichen Gründen vollzogen haben. Der hohe Gehalt an gesättigten Fettsäuren macht die Kokosnuss vor allem für Autoimmun-Patienten zu einem Pflichtbestandteil des Speiseplans, denn diese wirken Entzündungen des Immunssystems vor, da sie stabilisierend und eben nicht fördernd auf die Antikörper-Produktion wirken. Des Weiteren hilft die Kokosnuss den Insulinspiegel im Blut konstant zu halten und den Blutzucker effizienter zu verwerten. Dies kann demnach Diabetis vorsorgen. Ein weiterer, sehr wichtiger Aspekt ist, dass Kokosöle die Funktion der Schilddrüse verbessern können. Viele Hashimoto-Patienten schwören darauf! Ein regelmässiger Konsum von diversen Kokos-Produkte, kann Schübe verhindern. 

Ausserdem sind Kokosnüsse, trotz ihrem hohem Kaloriengehalt, vergleichsweise leicht verdaulich, da sie zu über 90 % aus mehrkettigen Fettsäuren bestehen. Somit helfen Kokosnüsse sogar beim Abnehmen, da sie den Stoffwechsel erheblich steigern können. Kokos-Chips, Stückchen und Co. sind damit ein beliebter Snack für zwischendurch, welcher sehr zu empfehlen ist. Aufgrund des süßen Geschmacks sind Kokos-Snacks vor allem in der Umstellungsphase zur Paleo-Ernährung empfehlenswert, da sie das Verlangen nach Zucker bremsen.

Wie bereits angedeutet, spielt die Kokosnuss vor allem aufgrund ihres Inhalts guter Fette bzw. Öle eine essentielle Rolle. Das Kokos-Fett wird aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss gewonnen. Es eignet sich sehr gut zum Braten, Kochen und Backen, da es einen niedrigen Schmelzpunkt hat und geschmacklich neutral ist. In der Küche bringt die Anwendung also keinerlei Umstellung im Kochverhalten mit sich. Ausserdem kann das Öl auch ausserhalb der Nahrungszubereitung verwendet werden, z.B. ist es sehr hilfreich bei trockenen und strohigen Haaren oder gegen Spliss. 

"Coconut-Water"-Bilder finden sich im Moment überall in der virtuellen Welt. Ob auf Instagram, Twitter oder Facebook: viele Prominente sind allem Anschein nach so begeistert davon, dass ein Foto am Strand mit einer Kokosnuss fast schon Pflicht zu sein scheint. Kokoswasser wird aus der grünen Kokosnuss gewonnen und ist ein natürliches, pflanzliches Produkt. Es darf nicht mit Kokosmilch verwechselt werden. Diese wird nämlich aus dem Fruchtfleisch der braunen Nuss hergestellt. Auf 100 ml Kokoswasser kommen in der Regel ca. 19 Kalorien. Kokoswasser ist sehr nährstoffreich und wirkt aufgrund des hohen Kalzium-Gehalts entzündungshemmend. Aber Vorsicht: Überkonsum kann auch hier zu Darmproblemen führen.

Generell habe ich persönlich bis jetzt nur positive Erfahrungen mit Kokos-Produkten gemacht. Ich gehöre nämlich eigentlich zu den wenigen Personen, die den Kokos-Geschmack und Duft nicht wirklich mögen. Deshalb war ich skeptisch, ob ich Kokosöl zum braten verwenden kann. Doch in habe eine Alternative gefunden: das komplette geschmacksneutrale Kokosöl aus dem Reformhaus. Das war vor einem Jahr. Seither ist es aus meiner Ernährung nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile habe ich mich auch an den Geschmack gewöhnt und backe total gerne mit Kokos-Mehl oder esse Kokos-Flakes mit Beeren zum Frühstück. Die Rezeptvielfalt ist sehr groß. Es lohnt sich, es auszuprobieren.

Ich hoffe, mein Post konnte dem ein oder anderen helfen und ein paar Informationen über die Kokosnuss liefern. Viel Spaß beim Kochen und Ausprobieren!








Stay strong!

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Leider bringt jede Ernährungsumstellung auch ein paar Herausforderungen mit sich. Vor allem gibt es häufig temporäre "Nebenwirkungen", welche oft als negativ empfunden werden und unter anderem dazu führen können, dass Rückfälle in alte Gewohnheiten provoziert werden.

Doch die Wahrheit ist: diese "negativen Nebenwirkungen" sind Teil der Umstellung. Sie zeigen, dass sich der Körper von all den Suchtstoffen säubert und nachhaltig abgewöhnt. Der Prozess ist vergleichbar mit einem Entzug. Hat man also diese Nebenwirkungen erst einmal überstanden, so hat man keine Probleme mehr zu fürchten, sondern kann uneingeschränkt die positiven Wirkungen der Ernährungsumstellung genießen.

Häufige Probleme bei der Umstellung auf Paleo können sein:

  • Kopfschmerzen gehören leider ebenfalls zum Umstellungsprozess dazu. Das Gehirn muss sich auf die "neuen" Nährstoffquellen einstellen und gewöhnen. Es bekommt nämlich keine Zucker- bzw. Kohlenhydratmoleküle, welche direkt in Energie "gewandelt" wurden. Fette müssen hingegen erst im Darm verarbeitet werden, bevor das Gehirn davon Gebrauch machen kann. Das Gehirn ändert die Umsetzung der Energie und das kostet anfangs Kraft - und verursacht eben leider Kopfschmerzen. Die Schmerzen legen sich aber schon nach wenigen Tagen, denn unser Gehirn ist "intelligent" und sehr schnell anpassungsfähig.
  • Heißhunger - und das leider vor allem auf "verbotene" Lebensmittel, wie Milchprodukte, Getreide und natürlich Zucker. Aber auch Alkohol stellt für Viele bei der Umstellung ein Problem dar: mal kurz mit Sekt anstoßen oder ein guter Wein zum Essen - das ist leider nicht mehr möglich. Bedenke: Alkohol ist nach wie vor ebenfalls ein Suchtstoff und kann den Darm in Verstimmung bringen. Heißhunger dauert meistens ca. 15 Minuten. In dieser Zeit sollte man sich unbedingt ablenken und nicht nachgeben. Erst nach einer Periode von 1 - 2 Wochen hat sich der Stoffwechsel umgestellt und verlangt nicht mehr nach seinen Suchtstoffen.
  • Müdigkeit entsteht vor allem bei Personen, die vor der Umstellung sehr kohlenhydratreiche Nahrung zu sich genommen haben. Über die Jahre gewöhnt sich der Körper und alle Körperzellen an Kohlenhydrate als Hauptnährstoff- und Energielieferanten. Eine umfassende "Säuberung" ist deshalb sehr anstrengend. Es hilft durchaus, sich auszuschlafen. In den Anfangswochen versuchen, jede Nacht mindestens 9 Stunden zu schlafen. Das hilft dem Körper bei der Regeneration und fördert die Umstellung.

DOCH: all diese Symptome werden sich im Laufe der Umstellungswochen legen - also: STAY STRONG!



Nadja

Paleo-Fallen

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Auch die Paleo-Ernährung hat leider ihre Fallen. Denn auch wenn sich Paleo generell auf gesunde Lebensmittel beschränkt und "Dickmacher" und Suchtstoffe eliminiert, gibt es durchaus manche Lebensmittel, die lieber nur in Maßen konsumiert werden sollten.

Hier ein paar "Fallen", in die viele in ihrer Anfangsphase tappen:
  1. Zu viel Obst: Ja, richtig. Obst ist war gesund und reich an Vitaminen und Nährstoffen, aber es enthält auch sehr viel Fruchtzucker. Dieser ist dem "natürlichen Zucker", also Saccherose, im Ausbau sehr ähnlich. Deshalb ist auch die Belastung des Darms bei der Verdauung von Fruchtzucker nicht zu unterschätzen. Fruchtzucker beeinflusst, wie normaler Zucker auch, den Fettabbau negativ und wir in der Leber vergleichsweise schnell in Körperfett umgewandelt. Obst gibt es bei uns im Überfluss - man sollte also aufpassen. Empfehlenswert sind bis zu zwei Portionen Obst pro Tag; und das am besten vor 15 Uhr.
  2. Zu viele Nüsse/Samen: Überkonsum an Nüssen und Samen ist für viele leider ein bekanntes Thema. Obwohl diese erlaubt sind und auch in Maßen erwünscht, enthalten vor allem viele Nüsse mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese können im Körper entzündlich wirken. Nüsse und Samen haben des Weiteren eine hohe Energiedichte, d.h. sie sind bei kleiner Masse sehr kalorienreich und damit wieder schwer verdaulich und reizend für den Darm.
  3. Zu viele Snacks: Hier ist das Hauptproblem ganz klar: bei einer Ernährungsumstellung, wie der zu Paleo oder gar AIP, sind Hungerattacken vor allem in der Anfangszeit ziemlich häufig. Der Körper verlangt noch nach alt bekanntem Essen und muss erst lernen  mit den neuen Lebensmitteln auszukommen. So kommt es oft dazu, dass man ausgerechnet auf die verbotenen Lebensmittel Heißhunger bekommt. Deshalb: Immer satt essen. Drei Mal pro Tag gute Portionen und nicht nur ein wenig essen. Und: bewusstes Essen und Genießen tricks den Kopf und Magen aus. Also immer beim Essen daran denken, wie gut diese Nahrungsaufnahme dem Körper tut.  
  4. Zu viel "Dickmacher": Leider enthalten auch viele paleokompatible Lebensmittel durchaus reichlich an Kohlenhydraten, wie z.B. Mandelmehl, Kartoffeln und Gebäck. Diese sind sehr kalorienreich und bei zu hohem Konsum ebenfalls kontraproduktiv beim Gewichtsverlust oder der Stoffwechselankurbelung. Es muss also auf die Größe der Portion und die Häufigkeit des Konsums geachtet werden. Am besten Leckereien wie Paleo-Muffins oder süße Pfannkuchen für Feste oder Feiern aufheben.

Wichtige Nährstoffe bei Hashimoto-AIP

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Heute möchte ich spezifisch auf die AIP-Ernährung bei Hashimoto-Patienten eingehen. Schon in den vorherigen Posts habe ich ausführlich beschrieben, an welchen Prinzipien sich AIP für Hashimoto-Erkrankte orientiert und worauf man bei der Umstellung achten sollte.

Da AIP viele, auch nährstoffreiche, Lebensmittel auf die "Verbots-Liste" setzt, sollte man verstärkt darauf achten, sich trotz der Restriktionen ausgewogen zu ernähren und die Nährstoffzufuhr zu optimieren.

Auf die folgenden Stoffe sollte besonders geachtet werden:


  • Jod: Sehr heikles Thema bei allen Schilddrüsenerkrankungen, vor allem aber bei Hashimoto. Übermäßige Jodzufuhr kann hier nämlich zu einer verstärkten Entzündung uns Schrumpfung der Schilddrüse führen. Deshalb sollten Hashimoto-Patienten auf KEINEN Fall zusätzlich zum L-Tyroxin-Medikament noch Jod-Tabletten oder andere jodhaltige Präparate zu sich nehmen. Auch beim Essen sollte auf Jod in allen Formen verzichtet werden, um die Krankheit nicht noch anzuregen. Nur mit Himalaya- oder Steinsalz würzen und auf Algen- und Sojaprodukte, sowie Pilze verzichten. 
  • Selen: Häufig zu finden in Enzymen zur Spaltung bestimmter Stoffe. Ein wichtiges Enzym für die Schilddrüse sind jodspaltende Deiodasen. Sie wandeln das stoffwechselinaktive Hormon T4 in das stoffwechselaktive T3 um.  Das ist essentiell für die Nährstoffaufnahme. Leider haben viele Hashimoto-Patienten unentdeckten Selen-Mangel, welcher die Gewichtszunahme fördern kann. Neben den Nahrungsergänzungstabletten mit Selen, existieren auch viele Lebensmittel, die reich an Selen sind (z.B. Fleisch, Innereien, Fisch). Aufpassen sollte man bei Milchprodukten - diese enthalten nämlich Stoffe, welche der Selenaufnahme entgegenwirken.
  • Vitamin D: Die D-Vitamine wirken hemmend auf jegliche Arten von Autoimmunerkrankungen. Vitamin-D wird zur Aufnahme als Nahrungsergänzung daher dringend empfohlen. Auch das natürliche Sonnenlicht versorgt den Körper gut mit Vitamin-D. Deshalb gerne im Sommer die eine oder andere Extrastunde in die Sonne sitzen (mit Sonnenschutzfaktor-Creme natürlich).
  • Omega-3-Fettsäuren: Auch diese (tierischen) Stoffe wirken entzündungshemmend und können Autoimmunerkrankungen regelrecht zum Stillstand bringen. Zu finden ist Omega-3 in vielen Fischarten, aber auch in Wild-Fleisch und Nüssen. Aber auch schon eine Öl-Kapsel täglich entfaltet eine positive Wirkung, um Hashimoto und Schilddrüsenentzündungen zu hemmen. Achtung: nicht mit Omega-6-Fettsäuren verwechseln. Diese sind viel in Nüssen und nahezu allen pflanzlichen Ölen zu finden. Sie wirken hingegen entzündungsfördernd, da das Immunsystem zusätzlich angeregt wird. Das ist auch der Hauptgrund, warum man im Rahmen des AIP auch generell auf Nüsse und Samen verzichten sollte (eine erlaubte Ausnahme bilden Cashew-Kerne -- sie sind vergleichsweise arm an Omega-6 und können als einzige Nussart konsumiert werden).


Quelle: "Powerguide Schilddrüse" von Paleo360. Hier erhältlich.

Problematische Produkte bei Hashimoto

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Menschen, die an Hashimoto erkrankt sind, haben täglich mit sehr vielen unangenehmen Symptomen zu kämpfen -  Müdigkeit, Haarausfall, Stoffwechselprobleme -  das sind nur einige davon. In meinen vorherigen Posts habe ich darüber schon ausführlich berichtet. Der Körper verarbeitet jegliche Nahrung viel langsamer, als bei gesungen Menschen. Die AIP-Ernährung trägt hier oft nachhaltig zur Besserung bei. 

Ganz abgesehen von der Anpassung der Kalorienzufuhr und ausreichend regelmäßiger Bewegung, gibt es innerhalb der AIP einige weitere Lebensmittel, bei denen man als Hashimoto-Patient lieber noch einmal mehr aufpassen sollte. Dabei handelt es sich um Lebensmittel, welche als sogenannte Giotrogene Substanzen  klassifiziert werden.

Diese Stoffgruppe schränkt den Jodstoffwechsel im Körper sehr stark ein und fördert Kropfbildung. Die Wirkung des L-Tyroxins kann erheblich eingeschränkt werden, denn es wird nicht richtig ins Blut aufgenommen. Gefährlich sind hierbei sogenannte Thioglykoside. Sie wirken negativ auf die Verarbeitung von Jod und die Verdauung. Das Ergebnis: schlechte Nährstoffverarbeitung mit Gewichtszunahme als Folge.

Folgende Lebensmittel besser meiden:

  • alle Kohlarten
  • Rettich
  • Senf
  • Spinat
  • Pfirsiche
  • Erdbeeren
Beim Kochen und in fermentierter Form wird der Gehalt an giotrogenen Substanzen extrem vermindert und die Lebensmittel können (in Maßen) durchaus konsumiert werden.



Nadja




Quelle: "Powerguide: Schilddrüse" von Paleo360. Erhältlich hier

Motivationshilfen

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Um die eigene Ernährung erfolgreich auf Paleo oder gar das Autoimmun-Protokoll umstellen zu können, ist die dahinter stehende Motivation ein starker Faktor, welcher die Diszipliniertheit und das Durchhaltevermögen während der Umstellung stark beeinflussen kann.

Oft kommt es deshalb vor, dass man vor allem an Feiertagen, Festen oder Restaurantbesuchen von den "Prinzipien" bewusst abweicht. Das ist an sich kein Problem, solange diese Abweichung in Maßen vor sich geht und nicht zur ständigen Gewohnheit wird. Doch genau hier liegt das Problem: denn einmal (wieder) auf den Geschmack gekommen, kann man sich oft nur schwer wieder bremsen.

Umso wichtiger ist es deshalb, darüber im Klaren zu sein, weshalb man sich ursprünglich dazu entschlossen hat, die eigene Ernährung umzustellen und Paleo auszuprobieren. Oft ist es eine Krankheit, wie die zahlreichen Autoimmunerkrankungen, welche durch ihre Nebenwirkungen dazu führen, dass die Verdauung nicht mehr richtig funktioniert und sogar nach der Nahrungsaufnahme Schmerzen verursacht, welche man hofft, eliminieren zu können. Oder man möchte mal "was anderes" ausprobieren, aus Überzeugung, sich und seiner Gesundheit & Fitness etwas Gutes zu tun und potentiellen Krankheiten vorzubeugen. Oder sogar abnehmen. Deshalb: immer den Grund und das Ziel im Hinterkopf behalten.

Des Weiteren kann es helfen, genau zu wissen, wozu die Ernährungsumstellung dient. Dazu muss man sich die Zeit nehmen und sich über Paleo ausführlich informieren. Wenn man die Wirkungen bestimmter Lebensmittel und Inhaltsstoffe im und auf den Körper kennt, erleichtert es auch, auf diese verzichten oder diese genießen zu können. Vor allem, wenn man die Wechselwirkungen mit der eigenen Krankheit kennt und sich bewusst ist, wie fördernd Paleo für die Heilung oder Symptomlinderung sein kann, motiviert man sich selbst, diesen positiven Zustand auch weiterhin einzuhalten.

Generell darf eine Ernährungsumstellung, wie die zu AIP oder Paleo, nicht als Pflicht oder als Qual angesehen werden. Es ist eine eigene, bewusste und positive Entscheidung. Sich an die vielen Prinzipien zu gewöhnen braucht seine Zeit - aber die Wirkungen sind es, weshalb es sich lohnt. Man sollte sich fragen: "Braucht mein Körper das? Wird es ihm gut tun? Will ich wieder, dass sie negativen Symptome zurückkehren?". Und bevor man das nächste Mal dazu tendiert, etwas "Verbotenes" zu essen muss man sich klar vor Augen führen, wie weit man schon gekommen ist. Will man das alles riskieren und wegwerfen? Wieder am Anfang ankommen? Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass solche Gelüste auf zu verzichtende Lebensmittel lange Zeit während der Umstellung bestehen bleiben. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem die Rationalität überwiegt und man bewusst "Nein" sagen kann, ohne dabei ein Verzichts-Gefühl zu verspüren. Und ist man da einmal angelangt, ist es einfach, das zweite und dritte Mal ebenfalls "Nein" zu sagen.

Zuletzt noch ein Tipp: nicht immer an das Essen und an das denken, was man glaubt zu verlieren, wenn man etwas Bestimmtes nicht isst. Denn das ist eine Selbstillusion. Man sollte sich Zeit nehmen für das eigene Essen und die Nahrung, die man zu sich nimmt, genießen. Nicht auf andere schauen. Auch kann es positive Wirkungen haben sich abzulenken und für Abwechslung zu sorgen. Mit speziellen Paleo-Kochbüchern zum Beispiel. So macht es Spaß, die Mahlzeit zu zubereiten und das Essen an sich wird unbewusst als Belohnung angesehen. 

Hier ein paar tolle Paleo-Kochbücher:
  • "Autoimmune Paleo Cookbook" von Scott Green
  • "5 Minute Paleo Recipies" von Derek Doepker
  • "Paleo for Beginners" von Marc Paleo
  • "Painless Autoimmune Paleo Protocol" von Philip Pablo
  • "He won't know it's Paleo" von Breanna Emmitt
  • "Paleo - Steinzeit-Diät: ohne Hunger abnehmen" von Nico Richter & Silvio Knezevic 
  • "The Paleo-Approach Cookbook" von Sarah Ballantyne
  • "Paleo 2 - Steinzeit Diät: Power Every Day. Eat Move Sleep Feel." von Nico Richter & Manuela Schneider
Ich wünsche viel Erfolg und Spaß bei der Umstellung!


Nadja 



  


AIP bei Hashimoto

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Hashimoto - hört sich an, wie eine Stadt in Japan, ist es aber leider nicht. Weltweit haben mehrere Millionen Frauen mit dieser Krankheit zu kämpfen. Hashimoto ist eine Autoimmunerkrankung, bei der der das Immunsystem des Körpers die körpereigene Schilddrüse angreift und nach und nach schließlich zerstört. Hashimoto geht daher mit einer chronischen Form einer Schilddrüsenunterfunktion einher, wobei es zu ständigen Entzündungen der Schilddrüse kommt.

Erkannt wird die Krankheit im Blut mit Hilfe der Bestimmung des TSH-Werts. Liegt hier eine Erhöhung vor, so ist eine Unterfunktion der Schilddrüse der Grund. Oft wird dann auch eine Sonografie (Ultraschall der Schilddrüse) durchgeführt, um herausfinden zu können, ob die Schilddrüse beschädigt ist. Ist das der Fall, sollten die Antikörper-Werte fT3 und fT4 bestimmt werden. Bei höheren Werten liegt dann zweifelsfrei Hashimoto vor.

Typische Symptome von Hashimoto sind:
- Müdigkeit
- Konzentrationsprobleme
- Kälte
- Wassereinlagerungen in den Beinen
- Gewichtzunahme
- brüchige Nägel und Haare
- schlechte Laune und sogar Depressionen
Falls mehrere dieser Symptome zutreffend sind, bitte sofort einen Arzt aufsuchen und gezielt fragen. Je schneller die Krankheit entdeckt wird, desto effizienter kann sie auch behandelt werden. 

Bei Hashimoto ist eine Behandlung mit L-Tyroxin unausweichlich. Doch reicht dies oft nicht aus, um alles Symptome auf Dauer in den Griff bekommen zu können. Hier bietet sich AIP-Paleo sehr gut an. Oft wird unterschätzt, wie entscheidend eine gesunde Ernährung und Lebensweise für den Krankheitsverlauf und vor allem die Lebensqualität sein kann. Durch den Verzicht auf "reizende" Lebensmittel und Allergene, können sich der Darm, der Stoffwechsel und das Immunsystem erholen und stabilisieren. So wird auf Getreide, Mildchprodukte und Hülsenfrüchte verzichtet. Aber auch auf Nachtschattengewächse (Tomaten, Auberginen, Paprika) und Nüsse/Samen soll lieber verzichtet werden. 

Vor allem bei Hashimoto-Patienten gibt es überwiegend positives Feedback, was eine Ernährungsumstellung zu AIP betrifft. Vorzüge machen sich schnell bemerkbar, da die Schilddrüsenhormone direkt auf den Stoffwechesl auswirken. Leider gilt das auch für Abweichungen von AIP. Das ist auch der Hauptgrund, warum die meisten Patienten auch ihr Leben lang bei AIP bleiben.

Zu den ursprünglichen "verbotenen" Lebensmitteln der Paleo-Ernährung gehören für Hashimoto-Patienten auch Nüsse, Samen, Eier, Spinat, Erdbeeren, Algen und Nachtschattengewächse auf die rote Liste. 

Zusammengefasst sieht die rote Liste folgendermaßen aus:

- Getreide (Amaranth, Buchweizen, Bulgur, Dinkel, Gerste, Hafer, Mais, Quinoa, Reis, Roggen, Sorghum, Weizen)
- Nachtschattengewächse (Aubergine, Cayenne, Goji Beeren, Jalapeno, Stachelbeeren, Kartoffel, Paprika, Pepperoni, Poblano, Tabakko, Tomaten)
- Hülsenfrüchte (Ackerbohnen, Adzukibohne, Erdnüsse, Erbsen, Kichererbsen, Kidneybohne, Limabohne, Linsen, Prinzessbohnen, Schwarze Bohnen, Sojabohnen)
- Nüsse (Haselnuss, Kaffee, Kakao, Macadamia, Mandeln, Paranüsse, Pekannüsse, Walnüsse)
- Samen (Anis, Raps, Chia, Fenchel, Hanf, Koriander, Kümmel, Kürbiskerne, Mohn, Muskat, Senf, Sesam, Sonnenblumenkerne)
- Milchprodukte 
- Eier 
- Medikamente (Ibuprofen, Napeoxen. Aspirin)
- Pilze / Hefe
- Jod, Soja und Algen
- schwarzer Pfeffer

Besonders wichtig bei Hashimoto ist es, auf Jod und alle jodhaltigen Produkte zu verzichten, denn diese führen zu einem Entzündungsprozess der Schilddrüse und im schlimmsten Fall zu einem Schub und der direkten Verschlimmerung der Symptome.

Des Weiterem sollte auf Nährstoffreiche Ernährung geachtet werden, um keine Mangelerscheinungen zu riskieren. Daher immer auf Vielfalt achten. Hier auf Qualität von Fleisch und Fisch achten - am Besten nur Wildfang und Weidehaltung wählen. Außerdem auch wertvolle Öle zu sich nehmen und ausschließlich auf Kokosöl braten. Hilfreich für Abwechslung sind auch Probiotika.

Aufpassen sollte man hingegen beim Verzehr von Obst und Früchten, denn diese enthalten viel Fruchtzucker, welcher schwer verdaulich ist. Hashimoto-Patienten haben einene Stoffwechel, der nur auf ca. einem Drittel des Aktivitätsniveaus eines gesunden Menschen arbeitet und sollte deshalb geschont werden.

AIP entfaltet bei Hashimoto-Patienten innerhalb von vier Wochen seine Wirkung und sollte deshalb mindestens 30 - 60 Tage KONSEQUENT durchgeführt werden. Anschließend werden sie positiven Wirkungen nicht zu übersehen sein, was Motivation gibt, es auch das gesamte Leben zu implementieren. Denn AIP ist keine Diät, sondern eine bewusste Ernährung.

Ich bin noch dabei, mich einzugewöhnen -  und begeistert dabei. Für mich ist AIP definitiv eine tolle Umstellung, die es mir ermöglicht, mein Leben auch mit Hashimoto zu genießen und fit und aktiv zu sein. Probieren geht über studieren! Viel Erfolg dabei!


Nadja


Quelle: http://www.paleo360.de/




Die AIP-Ernährungspyramide

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Die AIP-Paleo-Pyrymide unterscheidet sich von der ursprünglichen Paleo-Pyramide vor allem darin, dass ganz oben KEINE Nüsse und Samen konsumiert werden dürfen. Stattdessen werden Kokos-Produkte konsumiert, denn diese enthalten nicht so viele potentiell allergene Stoffe, wie verschiedene Nuss- und Samenarten.

Sehr viel soll hingegen an Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten konsumiert werden. Diese enthalten viele Omega-3-Fettsäuren und Proteine, welche essentiell für einen gesunden Körper und den Stoffwechsel sind.

Gemüse ist die 2. Stufe und bildet die Grundlage zur Vitamin- und Nährstoffaufnahme. Gemüse kann unbedenklich konsumiert werden. Obst und Beeren hingegen sollten aufgrund ihres relativ hohen Gehalts an Fruchtzucker nur in Maßen genossen werden, denn vor allem bei Patienten mit Autoimmunerkrakungen ist Fructose oft reizend für den Darm und führt zu einer Verlangsamung der Verdauung und des Stoffwechsels.


Tipps zum Start von AIP Paleo

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  1. Information suchen über verschiedene Websiten zum Thema, Blogs und natürlich Fachliteratur. Sehr empfehlenswert ist das Buch "The Paleo Approach" von Sarah Ballentine, PhD. Man muss lernen, sich mit der Ernährung diszipliniert auseinander zu setzten und die Hintergründe der Umstellung zu kennen und zu verstehen.
  2. Ein festes Datum für den Start ist essentiell und hilft bei der Strukturierung der gesamten Ernährungsumstellung. Man sollte sich uneingeschränkt daran halten und sich von kleinen "Rückfällen" nicht entmutigen lassen - eine solche Änderung der Nahrungsaufnahme braucht Zeit. 
  3. Wichtig ist es auch, einen Essenplan für die ganz Woche zu erstellen, um nicht in alte Gewohnheiten zurück zu fallen. So weiß man immer Bescheid, was eingekauft werden muss und es kommt nicht zu "Engpässen" bezüglich von Lebensmittelvorräten. Es ist vor allem auch in der Anfangszeit wichtig, die Lebensmittel im Haus zu haben, welche auch bedenkenlos gegessen werden können.  
  4. Ein guter Tipp ist es auch große Portionen zu kochen. Das spart Zeit und man kann sich sicher sein, eine AIP-kompatible Mahlzeit, auch zu ungewöhnliches Zeiten oder als Snack, zur Verfügung zu haben. 
  5. Vielfalt in den Mahlzeiten ist sehr essentiell. Man sollte immer darauf achten, dass Fleisch oder Fisch mit ausreichend Gemüse als Beilage serviert werden. Nur durch Abwechslung stellt sich langfristig ein Sättigungsgefühl ein. Auch wird dadurch der Blutzuckerspiegel stabil gehalten, was Ess-Attacken nachhaltig verhindert.
  6. Hilfreich kann es durchaus sein, neue Rezepte und Produkte aus zu probieren, welchen man von der Umstellung nicht kannte oder nur wenig beachtet hat. So entdeckt man die Vielfalt von AIP Paleo - und es wird klar, dass die Restriktionen gar keine sind. Tolle Rezepte gibt es in folgenden Büchern: "He won't know, i's Paleo" von Breanna Emmitt und "Autoimmune Paleo Cookbook" von Scott Green.
  7. Kreativität  beim Gestalten des neuen Lebensstils ist unausweichlich. Feste Essenzeiten planen, bewusst einkaufen und kochen - am besten für den Anfang ein kleines Büchlein anlegen und alle Informationen sammeln.
  8. Kleine Abweichungen während der Umstellung sollten nicht überbewertet werden. Das Durchhalten wird auf einige Proben gestellt werden: Geburtstage, Restaurantbesuche, Feste. Aber nicht entmutigen lassen: es gibt immer äquivalente Alternativen. Man muss sich durchaus daran gewöhnen, seiner Familie oder Freunden zu erklären, warum man manchmal eine "Extrawurst" braucht. Doch immer daran denken: der Mut und das Durchhaltevermögen wird durch einen gesunden Körper belohnt. Und was will man mehr?
  9. Konsequent zu sein ist am Anfang schwer, wird aber viel leichter, je weiter die Ernährungsumstellung fortgeschritten sein wird. Vor allem im Alltag sollte man deshalb so konsequent wie möglich sein und sich keine Ausnahmen gönnen. Diese lassen sich so oder so nicht immer vermeiden- aber je weniger sie vorkommen, desto besser. Der Körper und das Immunsystem werden danken.
  10. Eine positive Einstellung ist das A und O. Nie sollte die Ernährungsumstellung mit einer temporären Diät verwechselt werden und die "Regeln" als zu starke Restriktionen der Nahrungsaufnahme oder gar der Lebensqualität angesehen werden. Man sollte sich immer vor Augen führen, dass AIP dem Körper gut tut und hilft, sich von diversen Krankheiten zu erholen. Außerdem: die Entscheidung der Umstellung bedacht zu treffen. Es sollte eine langfristige Entscheidung sein, auch wenn es anfangs schwer fällt. Langfristig wird es sich lohnen!

Was ist AIP Paleo?

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AIP - auch "Autoimmun-Protokoll" oder "Autoimmun-Paleo" - ist eine Ernährung, welche sich sehr an den eigentlichen Paleo-Prinzipien orientiert, aber zusätzlich auf das Leben mit einer Autoimmunerkrankung zugeschnitten ist.

Als "autoimmun" werden Erkrankungen des Immunsystems bezeichnet, bei denen das körpereigene Abwehrsystem wiederum körpereigene und eben nicht körperfremde Strukturen attackiert. Dies stellt eine erhebliche Fehlfunktion dar und führt oft dazu, dass eigene Organe durch die Bildung spezifischer Antikörper gezielt beschädigt und letztendlich auch zerstört werden. Des Weiteren kann das Immunsystem externe Erreger, wie z.B. Viren, nicht mehr effizient bekämpfen kann, da es "erschöpft" davon ist, den eigenen Körper anzugreifen. Die bekanntesten Autoimmunerkrankungen sind chronische Schilddrüsenprobleme (Hashimoto und Morbus Basedow), Diabetis Mellitus, Lupus. oder auch Multiple Sklerose.

Die Paleo-Ernährung bezeichnet eine Art "Steinzeiternährung". Das bedeutet konkret, dass man im Großen und Ganzen auf folgende Lebensmittel verzichten sollte: alle Getreidearten, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und alle Arten von Zucker. 

Das AIP hingegen geht noch weiter. Es werden alle Lebensmittel eliminiert, welche als Allergene fungieren können und grob gesagt, "schlecht" für den Darm und das Immunsystem sind. Solche Lebensmittel wirken oft hemmend auf den Stoffwechsel und fördern dagegen das Immunsystem, was dazu führt, dass Patienten mit Autoimmunerkrankungen noch stärker konfrontiert werden. Auch AIP ist auch sehr empfehlenswert für alle Personen, die Probleme mit dem Darm haben oder  an chronischen Hauterkrankungen, wie Neurodermitis, leiden.

Folgende Lebensmittel sollen im Rahmen einer AIP-Paleo-Ernährung in den Ernährungsplan aufgenommen werden:

  • Fleisch (Rind, Schwein, Kalb, Geflügel) 
  • Organe und Innereien (Leber, Nieren)
  • Fisch
  • Meeresfrüchte
  • Obst und Früchte (in Maßen und vorwiegend morgens)
  • Beeren 
  • Gemüse (mit Einschränkungen)
  • Kokos-Produkte (vor allem Kokosöl zum Braten, Kokos-Milch und Kokos-Joghurt)
  • Fette und Öle (Butterschmalz, extranutrives Olivenöl, Kokosöl)
  • Fermentierte Nahrung und Probiotika (eigen eingelegtes Gemüse, Kefir auf Wasser- oder Kokos-Basis)
  • Kräuter
  • Gewürze (Ingwer, Himalaya-Salz, Steinsalz, Zitronengras, Oregano, Thymian. Basilikum und Minze)
  • Essig (Apfelessig, Balsamico)
  • Tee in allen Variationen (vor allem aber Kräutertees)
  • Kraft- und Knochenbrühe

Hingegen sollte man auf diese Lebensmittel konsequent verzichten
  • alle Getreidearten
  • "Pseudo"-Getreide (Reis, Amaranth, Couscous, Mais, Quinoa, Buchweizen)
  • Milchprodukte
  • Nachtschattengewächse (Tomaten, Auberginen, Paprika, Kartoffeln, Chillischoten)
  • Pilze
  • Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen)
  • Soja-Produkte
  • Algen-Produkte
  • Nüsse
  • Samen
  • jodiertes Speisesalz
  • Fruchtsäfte
  • Pflanzenöle (außer Olivenöl)
  • Zucker
  • zu viel Fruchtzucker (Obst nur in Maßen)
  • Kaffee
  • Tabak
  • industriell hergestellte oder abgepackte Produkte
  • Eier
Es existieren mehrere Arten der AIP-Ernährung, welche sich vorwiegend dadurch unterscheiden, ob auch Eier permanent eliminiert werden sollen. Oft ist dies nämlich nur für 4 - 6 Wochen der Fall. Anschließend folgt die Reintegration in die tägliche Ernährung.

Wichtig: Eine Ernährungsumstellung auf AIP kann bis zu einem Jahr dauern. Die positiven Effekte können also durchaus auf sich warten lassen - doch einmal daran gewöhnt, werden sich viele Symptome, wie Verdauungsprobleme, Allergien, Nebenwirkungen von Autoimmunerkrankungen und Lebensmittelunverträglichkeiten langfristig verbessern oder sogar abklingen. Der Körper wird die "neue Freiheit" genießen und das Immunsystem nicht noch weiter unnötig gereizt.

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