Stay strong!

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Leider bringt jede Ernährungsumstellung auch ein paar Herausforderungen mit sich. Vor allem gibt es häufig temporäre "Nebenwirkungen", welche oft als negativ empfunden werden und unter anderem dazu führen können, dass Rückfälle in alte Gewohnheiten provoziert werden.

Doch die Wahrheit ist: diese "negativen Nebenwirkungen" sind Teil der Umstellung. Sie zeigen, dass sich der Körper von all den Suchtstoffen säubert und nachhaltig abgewöhnt. Der Prozess ist vergleichbar mit einem Entzug. Hat man also diese Nebenwirkungen erst einmal überstanden, so hat man keine Probleme mehr zu fürchten, sondern kann uneingeschränkt die positiven Wirkungen der Ernährungsumstellung genießen.

Häufige Probleme bei der Umstellung auf Paleo können sein:

  • Kopfschmerzen gehören leider ebenfalls zum Umstellungsprozess dazu. Das Gehirn muss sich auf die "neuen" Nährstoffquellen einstellen und gewöhnen. Es bekommt nämlich keine Zucker- bzw. Kohlenhydratmoleküle, welche direkt in Energie "gewandelt" wurden. Fette müssen hingegen erst im Darm verarbeitet werden, bevor das Gehirn davon Gebrauch machen kann. Das Gehirn ändert die Umsetzung der Energie und das kostet anfangs Kraft - und verursacht eben leider Kopfschmerzen. Die Schmerzen legen sich aber schon nach wenigen Tagen, denn unser Gehirn ist "intelligent" und sehr schnell anpassungsfähig.
  • Heißhunger - und das leider vor allem auf "verbotene" Lebensmittel, wie Milchprodukte, Getreide und natürlich Zucker. Aber auch Alkohol stellt für Viele bei der Umstellung ein Problem dar: mal kurz mit Sekt anstoßen oder ein guter Wein zum Essen - das ist leider nicht mehr möglich. Bedenke: Alkohol ist nach wie vor ebenfalls ein Suchtstoff und kann den Darm in Verstimmung bringen. Heißhunger dauert meistens ca. 15 Minuten. In dieser Zeit sollte man sich unbedingt ablenken und nicht nachgeben. Erst nach einer Periode von 1 - 2 Wochen hat sich der Stoffwechsel umgestellt und verlangt nicht mehr nach seinen Suchtstoffen.
  • Müdigkeit entsteht vor allem bei Personen, die vor der Umstellung sehr kohlenhydratreiche Nahrung zu sich genommen haben. Über die Jahre gewöhnt sich der Körper und alle Körperzellen an Kohlenhydrate als Hauptnährstoff- und Energielieferanten. Eine umfassende "Säuberung" ist deshalb sehr anstrengend. Es hilft durchaus, sich auszuschlafen. In den Anfangswochen versuchen, jede Nacht mindestens 9 Stunden zu schlafen. Das hilft dem Körper bei der Regeneration und fördert die Umstellung.

DOCH: all diese Symptome werden sich im Laufe der Umstellungswochen legen - also: STAY STRONG!



Nadja

Paleo-Fallen

1 comment
Auch die Paleo-Ernährung hat leider ihre Fallen. Denn auch wenn sich Paleo generell auf gesunde Lebensmittel beschränkt und "Dickmacher" und Suchtstoffe eliminiert, gibt es durchaus manche Lebensmittel, die lieber nur in Maßen konsumiert werden sollten.

Hier ein paar "Fallen", in die viele in ihrer Anfangsphase tappen:
  1. Zu viel Obst: Ja, richtig. Obst ist war gesund und reich an Vitaminen und Nährstoffen, aber es enthält auch sehr viel Fruchtzucker. Dieser ist dem "natürlichen Zucker", also Saccherose, im Ausbau sehr ähnlich. Deshalb ist auch die Belastung des Darms bei der Verdauung von Fruchtzucker nicht zu unterschätzen. Fruchtzucker beeinflusst, wie normaler Zucker auch, den Fettabbau negativ und wir in der Leber vergleichsweise schnell in Körperfett umgewandelt. Obst gibt es bei uns im Überfluss - man sollte also aufpassen. Empfehlenswert sind bis zu zwei Portionen Obst pro Tag; und das am besten vor 15 Uhr.
  2. Zu viele Nüsse/Samen: Überkonsum an Nüssen und Samen ist für viele leider ein bekanntes Thema. Obwohl diese erlaubt sind und auch in Maßen erwünscht, enthalten vor allem viele Nüsse mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Diese können im Körper entzündlich wirken. Nüsse und Samen haben des Weiteren eine hohe Energiedichte, d.h. sie sind bei kleiner Masse sehr kalorienreich und damit wieder schwer verdaulich und reizend für den Darm.
  3. Zu viele Snacks: Hier ist das Hauptproblem ganz klar: bei einer Ernährungsumstellung, wie der zu Paleo oder gar AIP, sind Hungerattacken vor allem in der Anfangszeit ziemlich häufig. Der Körper verlangt noch nach alt bekanntem Essen und muss erst lernen  mit den neuen Lebensmitteln auszukommen. So kommt es oft dazu, dass man ausgerechnet auf die verbotenen Lebensmittel Heißhunger bekommt. Deshalb: Immer satt essen. Drei Mal pro Tag gute Portionen und nicht nur ein wenig essen. Und: bewusstes Essen und Genießen tricks den Kopf und Magen aus. Also immer beim Essen daran denken, wie gut diese Nahrungsaufnahme dem Körper tut.  
  4. Zu viel "Dickmacher": Leider enthalten auch viele paleokompatible Lebensmittel durchaus reichlich an Kohlenhydraten, wie z.B. Mandelmehl, Kartoffeln und Gebäck. Diese sind sehr kalorienreich und bei zu hohem Konsum ebenfalls kontraproduktiv beim Gewichtsverlust oder der Stoffwechselankurbelung. Es muss also auf die Größe der Portion und die Häufigkeit des Konsums geachtet werden. Am besten Leckereien wie Paleo-Muffins oder süße Pfannkuchen für Feste oder Feiern aufheben.

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